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Die Koordinationsstelle Weichtiere ist eine nationale Fachstelle für die Förderung von Schnecken und Muscheln. Sie unterstützt die Kantone und ihre beauftragten Fachleute bei der Förderung von national prioritären Weichtieren (NPA). Mehr erfahren

Weichtiere: bezeichnet Schnecken und Muscheln. Weichtiere sind auch unter dem Synonym "Mollusken" bekannt.

National prioritäre Weichtiere (NPA): 3% der national prioritären Arten sind Weichtiere (97 Arten) (BAFU 2025). Für diese Wirbellosen trägt die Schweiz aus internationaler Sicht eine grosse Verantwortung. Sie sind vom Aussterben bedroht und/oder kommen nur oder vorwiegend in der Schweiz vor.

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Publikationen

À l'aide d'illustrations nombreuses et attrayantes, le rapport présente les connaissances les plus récentes issues de la recherche et des programmes de monitoring. Il montre de manière claire et nuancée comment la biodiversité a évolué en Suisse dans différents types de milieux, sous l’influence de facteurs déterminants. Il se concentre sur les 15 dernières années, tout en replaçant cette évolution dans le contexte à long terme depuis 1900.

Forum Biodiversité Suisse (éd.) 2026: Comprendre et agir pour la biodiversité en Suisse. État, évolution et orientations – les résultats de la recherche et du monitoring. Swiss Academies Reports 21 (1).

Feuchte und nasse Wälder sind einzigartige Lebensräume, die besondere und schützenswerte Artengemeinschaften beherbergen. Die Schweiz weist insgesamt 21 Waldgesellschaften der Feucht-, Moor- und Auenwälder auf. In den letzten Jahrhunderten wurden die Feuchtwälder jedoch zu grossen Teilen durch Entwässerung zu Gunsten der Forst- und Landwirtschaft verändert oder gerodet. Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie strebt die Schweiz eine Umkehr des Habitat- und Artenverlustes der feuchten und nassen Wälder durch deren Erhalt, Aufwertung und Wiederherstellung an.

Bussmann-Charran, K., Vorburger, C., Pärli, R., Angst, C., Bregenzer, I., Burger, S., … Weber, P. 2025: Biodiversität fördern durch die Wiederherstellung feuchter und nasser Wälder. (Leitfaden zur Förderung der Biodiversität, Report No.: 2025-01). Synthesezentrum Biodiversität, Eawag.

Die Alpen-Puppenschnecke (Pupilla alpicola) ist eine ca. 3 mm kleine Schneckenart und lebt in der feuchten Streu- und Moosschicht von Flachmooren und nassen Wiesen in hohen Lagen. Seltener kann sie auch unter Stein und Geröll in Kalkblockschutthalden angetroffen werden. Aufgrund ihrer spezifischen Lebensraumansprüche und der beschränkten Bewegungsrate reagiert die kleine Schneckenart empfindlich auf klimatisch- oder nutzungsbedingte Veränderungen in ihrem Lebensraum. Dies dürfte der Grund sein, weshalb die Alpen-Puppenschnecke gesamtschweizerisch als «stark gefährdet» gilt.

Heer N., Rüetschi J., Stalling T. 2026: Aktionsplan Alpen-Puppenschnecke (Pupilla alpicola). Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung, Münsingen.

Die Vierzähnige Windelschnecke (Vertigo geyeri) ist eine weniger als 2 mm kleine Schneckenart und lebt in der konstant feuchten Streu- und Moosschicht von Flach- und Übergangsmooren. Ihr Lebensraum beschränkt sich oft auf nur wenige Quadratmeter. Als ausgesprochene Habitatspezialistin reagiert sie empfindlich auf klimatisch- oder nutzungsbedingte Veränderungen ihres Lebensraumes. Es ist daher wenig überraschend, dass die Vierzähnige Windelschnecke gesamtschweizerisch vom Aussterben bedroht ist. Rezente Populationen in der Schweiz sind noch an ca.

Heer N., Rüetschi J., Stalling T. 2026: Aktionsplan Vierzähnige Windelschnecke (Vertigo geyeri). Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung, Münsingen.