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Die Koordinationsstelle Insekten ist eine nationale Fachstelle für die Förderung von Insekten und anderen Gliederfüssern (Arthropoda). Sie unterstützt Bund und Kantone bei der Förderung von national prioritären Insekten (NPA) und bei der Umsetzung von Projekten gegen das Insektensterben.. Mehr erfahren...

Insekten: Klasse der Gliederfüssler mit meist 3-teiligem Körper und 6 Beinen. Zu ihnen gehören Käfer, Fliegen & Mücken, Bienen & Wespen, Schmetterlinge, Heuschrecken und Libellen. 

Gliederfüssler (Arthropoda): In der Schweiz zählen 82% der nachgewiesenen Tierarten zu den Gliederfüsslern. Die artenreichste Gruppe unter ihnen sind die Insekten, gefolgt von den Spinnentieren, den Krebstieren, den Sackkieflern und den Tausendfüsslern.

National prioritäre Insekten (NPA)Mehr als ein Drittel der national prioritären Arten (NPA) sind Insekten. Für diese Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken trägt die Schweiz aus internationaler Sicht eine grosse Verantwortung. Sie sind vom Aussterben bedroht und/oder kommen ausschliesslich oder vorwiegend in der Schweiz vor.

Aktuell

Publikationen

Feuchte und nasse Wälder sind einzigartige Lebensräume, die besondere und schützenswerte Artengemeinschaften beherbergen. Die Schweiz weist insgesamt 21 Waldgesellschaften der Feucht-, Moor- und Auenwälder auf. In den letzten Jahrhunderten wurden die Feuchtwälder jedoch zu grossen Teilen durch Entwässerung zu Gunsten der Forst- und Landwirtschaft verändert oder gerodet. Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie strebt die Schweiz eine Umkehr des Habitat- und Artenverlustes der feuchten und nassen Wälder durch deren Erhalt, Aufwertung und Wiederherstellung an.

Bussmann-Charran, K., Vorburger, C., Pärli, R., Angst, C., Bregenzer, I., Burger, S., … Weber, P. 2025: Biodiversität fördern durch die Wiederherstellung feuchter und nasser Wälder. (Leitfaden zur Förderung der Biodiversität, Report No.: 2025-01). Synthesezentrum Biodiversität, Eawag.

Wildbienen sind nebst den Honigbienen wichtige Bestäuber von landwirtschaftlichen Kulturen. Rund die Hälfte der fast 600 einheimischen Wildbienenarten nisten in selbstgegrabenen Gängen im Boden. Ein Drittel dieser Arten braucht sandige Stellen und offenen Boden, um darin ihre Brutzellen anzulegen. Sandhaufen eignen sich sehr gut, um bodennistenden Wildbienen Nistmöglichkeiten zu bieten.

Labiola (Ed.) 2025: Merkblatt Sandhaufen. Sandhaufen als Nistplatz für Wildbienen. www.ag.ch/labiola.
Stadt Zug, Umwelt und Energie (Ed.) 2013: Die Waldameisen. Stadt Zug, Umwelt und Energie.
Frei A. 2006: Licht und Totholz – Das Paradies für holzbewohnende Käfer. Zürcher Wald 5/2006.