Amphibienleitern retten Kröten, Frösche und Molche in Not
Wie jeden Frühling verlassen die einheimischen Amphibien ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg in Richtung Gewässer, um sich dort fortzupflanzen. Sie bewegen sich dabei vor allem nachts, und verbringen den Tag in einem geschützten Versteck. Viele ihrer Wanderrouten werden von Strassen zerschnitten. Neben der Gefahr, überfahren zu werden, droht ihnen hier weiteres Ungemach: Wandern sie dem unüberwindbaren Randstein entlang, treffen sie früher oder später auf den Einlauf eines Strassenschachtes. Das kühle, feuchte Loch verspricht ein ideales Tagesversteck – zu spät wird klar, dass es daraus kein Entkommen gibt. Hunderttausende Frösche, Kröten, Molche und Salamander verenden jedes Jahr in Entwässerungsschächten und Kläranlagen.
Das Thema gewinnt langsam an Bekanntheit, und immer mehr Städte und Gemeinden setzen Schutzmassnahmen für Amphibien in der Entwässerungsanlagen um. Ideal ist eine überirdische Strassenentwässerung, die Amphibienfallen von vornherein vermeidet. Ist das nicht möglich, bieten Ausstiegshilfen in Strassenschächten den Tieren einen Ausweg aus der Falle. Um die Auswahl aus den vielen verschiedenen existierenden Modellen zu vereinfachen, finden Sie auf unserer Website neu eine Übersichtstabelle über die gängigen Modelle von Amphibien-Ausstiegshilfen mit ihren Vor- und Nachteilen.
Eine einfache Lochblechleiter hilft den festsitzenden Amphibien aus der Patsche (©Simon Gaus-Caprez).
Wie kann ich helfen?
- Haben Sie in Strassenschächten festsitzende Amphibien entdeckt? Bitte öffnen Sie den Schacht nicht selbst, sondern melden Sie es der zuständigen Amtsstelle mit Verweis auf unsere Website.
- Machen Sie einen Rundgang um Ihr Zuhause: Finden Sie Lichtschächte, Kellertreppen oder andere Kleintierfallen rund ums Haus? Auch diese können mit Ausstiegshilfen ausgerüstet werden, damit sich Amphibien, aber auch Blindschleichen, Spitzmäuse und andere Kleintiere wieder daraus befreien können. Amphibien im Keller- oder Lichtschacht gefunden