Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass Biber zum Klimaschutz beitragen könnten
Biber könnten eine wichtige Rolle bei den Klimaschutzbemühungen spielen, indem sie geeignete Flussbette in langfristige Kohlenstoffspeicher verwandeln
Aus unserer Studie gehe hervor, dass im Biberfeuchtgebiet in Niederholz in Marthalen ZH über einen Zeitraum von 13 Jahren schätzungsweise 1194 Tonnen Kohlenstoff gespeichert wurde – das entspricht 10,1 Tonnen Kohlenstoff pro Hektare und Jahr.
Hochgerechnet auf alle potenziell von Biber geschaffenen Biber-Feuchtgebiete (Biber-Auen) in der Schweiz, schätzen wir, dass diese Feuchtgebiete 1,2–1,8 % der jährlichen Kohlenstoffemissionen des Landes ausgleichen könnten: Dies würde Klimavorteile ohne aktives menschliches Eingreifen mit sich bringen und zahlreiche zusätzliche Ökosystemleistungen bereitstellen (höhere Biodiversität, sauberes Wasser, Wasserrückhalt für Trockenperioden, Grundwasseranreicherung und vieles mehr).
Die Studie war Teil der nationalen Biber-Studie und wurde in Zusammenarbeit mit Forschenden der University of Birmingham, der Wageningen University & Research und der Universität Bern durchgeführt und in der renommierten Fachzeitschrift Nature publiziert.
Medienmitteilung der Universität birmingham
Publikation: Beavers can convert stream corridors to persistent carbon sinks