Die nationale Strategie
Seit 2016 leitet das Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine nationale Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten. Ihr Hauptziel: die Ausbreitung dieser Arten einzudämmen, indem die Bekämpfungsmassnahmen aller beteiligten Akteure koordiniert und aufeinander abgestimmt werden.
Diese Strategie bildet den Referenzrahmen für alle, die am Management von invasiven gebietsfremden Arten in der Schweiz beteiligt sind. Es identifiziert die Herausforderungen und definiert die Massnahmen.
Drei Handlungsfelder
Die Strategie gliedert sich in drei Bereiche, die jeweils mit Zielen, Leitlinien und konkreten Massnahmen verbunden sind:
- Grundlagen: Wissensaufbau und Koordination
Erweiterung des Wissens über invasive gebietsfremde Arten und Stärkung der Koordination zwischen den Akteuren. - Prävention: Vorbeugende Massnahmen und Sensibilisierung
Die Einschleppung und Ausbreitung der Arten durch Sensibilisierung, Regulierung und Kontrollen verhindern. - Bekämpfung: Massnahmen gegen invasive Arten und Erfahrungsaustausch
Bekämpfungsmassnahmen festlegen, deren Wirksamkeit bewerten und die gewonnenen Erkenntnisse weitergeben.
Die Strategie ist so konzipiert, dass sie sich entsprechend neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Erfahrungsberichten der Kantone weiterentwickelt.
Exotische Arten in der Schweiz
Die Publikation des BAFU «Exotische Arten in der Schweiz» aus dem Jahr 2022 bietet einen Überblick über die in der Schweiz etablierten exotischen Arten, einschliesslich jener, die Umweltschäden verursachen können (= invasive gebietsfremde Arten). Neben einer Übersicht über die Herkunftsgebiete und Einführungswege zeigt sie auf, wie sich die Population im Laufe der Zeit entwickelt hat. Derzeit sind rund 1300 etablierte gebietsfremde Arten bekannt, von denen 197 als invasiv gelten.