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Coelioxys

Die Gattung Coelioxys umfasst weltweit rund 320 Arten, von denen 28 in Europa vorkommen. In der Schweiz sind 12 Arten nachgewiesen, eine Art gilt als ausgestorben (C. emarginatus). Der Gattungsname Coelioxys ist laut Rasmont et al. (2017) maskulin, weshalb die Endung der Artnamen angepasst wurden.

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C. afer Männchen auf einer Blüte von Scabiosa columbaria (Vernate TI, Anfang August 2024). Foto © Lorenz Achtnich.

Wie erkennt man sie?

Coelioxys sind mittelgrosse, überwiegend schwarz gefärbte Wildbienen mit auffällig spitz ausgezogenem Hinterleib (kegelförmig), insbesondere bei den Weibchen. Auf dem Abdomen finden sich häufig silbrig oder weiss schimmernde Haarbinden. Die Tiere in der Schweiz lassen sich aufgrund der Behaarung der Tergite in zwei Gruppen einteilen. Diese bestehen entweder aus Schuppenhaaren oder aus normalen Haaren. Dieses Feldmerkmal lässt je nach Region bereits eine gute Eingrenzung der Art zu. Die Männchen ähneln den Weibchen und haben neben dem eben beschriebenen Feldmerkmal der Haare ein weiteres auffälliges Merkmal das die Einteilung in die zwei Gruppen erleichtert. Bei Arten deren Tergitbinden aus normalen Haaren bestehen sind an Tergit 6 sechs Dornen erkennbar, bei jenen mit Schuppenhaaren sind es deren 8.

Weitere Gattungsrelevante Merkmale:

Die Krallenglieder ohne Pulvillis

Weibchen mit spitzem Abdomenende, oft dolchartig verlängert

Keine Scopa bei den Weibchen

Scutellum mit seitlichen Dornen

Die Augen sind stark behaart

Männchen mit 6 oder 8 Dornen am Hinterleibsende

Lebenszyklus und Nistbiologie

Die Arten der Gattung Coelioxys sind obligate Brutparasiten. Sie legen ihre Eier in die Brutzellen anderer Wildbienen, v. a. der Gattungen Megachile, Anthophora und gelegentlich Osmia. Dabei nutzen die Weibchen ihr zugespitztes Abdomen, um durch die Zellwand und die Pollenmasse der Wirtszelle zu stechen und ein Ei zu deponieren. Die Eiablage erfolgt in der Regel in der Abwesenheit des Wirts. (Carrée & Py 1981).

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C. rufescens Weibchen am Nesteingang von Anthophora furcata (Agasul ZH, 1997). Foto © Albert Krebs.

Die geschlüpfte Coelioxys-Larve tötet entweder das Ei oder die noch junge Larve des Wirts. Dies geschieht in der Regel im dritten Larvenstadium, das durch besonders grosse und dolchförmige Mandibeln gekennzeichnet ist.

Nach dem Töten des Wirts entwickelt sich die Coelioxys-Larve weiter und konsumiert den gesamten Pollen-Nektar-Vorrat der Brutzelle. Die Gesamtentwicklung umfasst fünf Larvenstadien. Das 4. und 5. Stadium ist morphologisch stärker an die Pollenaufnahme angepasst und ähnelt in Körperform den Larven nicht-parasitischer Megachiliden. Die Larve spinnt am Ende ihrer Entwicklung einen dünnwandigen Kokon, in dem sie als Ruhelarve überwintert. Die Verpuppung erfolgt im darauffolgenden Frühjahr (Rozen & Hall 2011, Westrich 2018).

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