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Publikationen

Info fauna veröffentlicht und vertreibt faunistische Fachbücher, welche von Bestimmungsschlüsseln über Artenlisten zu Verbreitungsatlanten reichen. Informationen zu den Serien und den erschienenen Buchtiteln von info fauna finden Sie hier:

Publikationen von info fauna


Untenstehend finden Sie alle Publikationen (Bücher, wissenschaftliche Arbeiten, Merkblätter, Checkliste von Arten etc.) sowie weitere Dokumente (Datenerfassung, Protokolle, Anleitungen), die von info fauna zur Verfügung gestellt werden:

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Die Vierzähnige Windelschnecke (Vertigo geyeri) ist eine weniger als 2 mm kleine Schneckenart und lebt in der konstant feuchten Streu- und Moosschicht von Flach- und Übergangsmooren. Ihr Lebensraum beschränkt sich oft auf nur wenige Quadratmeter. Als ausgesprochene Habitatspezialistin reagiert sie empfindlich auf klimatisch- oder nutzungsbedingte Veränderungen ihres Lebensraumes. Es ist daher wenig überraschend, dass die Vierzähnige Windelschnecke gesamtschweizerisch vom Aussterben bedroht ist. Rezente Populationen in der Schweiz sind noch an ca.

Heer N., Rüetschi J. 2025: Aktionsplan Vierzähnige Windelschnecke (Vertigo geyeri). Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung, Münsingen.

Die Alpen-Puppenschnecke (Pupilla alpicola) ist eine ca. 3 mm kleine Schneckenart und lebt in der feuchten Streu- und Moosschicht von Flachmooren und nassen Wiesen in hohen Lagen. Seltener kann sie auch unter Stein und Geröll in Kalkblockschutthalden angetroffen werden. Aufgrund ihrer spezifischen Lebensraumansprüche und der beschränkten Bewegungsrate reagiert die kleine Schneckenart empfindlich auf klimatisch- oder nutzungsbedingte Veränderungen in ihrem Lebensraum. Dies dürfte der Grund sein, weshalb die Alpen-Puppenschnecke gesamtschweizerisch als «stark gefährdet» gilt.

Heer N. 2025: Aktionsplan Alpen-Puppenschnecke (Pupilla alpicola). Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung, Münsingen.

Feuchte und nasse Wälder sind einzigartige Lebensräume, die besondere und schützenswerte Artengemeinschaften beherbergen. Die Schweiz weist insgesamt 21 Waldgesellschaften der Feucht-, Moor- und Auenwälder auf. In den letzten Jahrhunderten wurden die Feuchtwälder jedoch zu grossen Teilen durch Entwässerung zu Gunsten der Forst- und Landwirtschaft verändert oder gerodet. Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie strebt die Schweiz eine Umkehr des Habitat- und Artenverlustes der feuchten und nassen Wälder durch deren Erhalt, Aufwertung und Wiederherstellung an.

Bussmann-Charran, K., Vorburger, C., Pärli, R., Angst, C., Bregenzer, I., Burger, S., … Weber, P. 2025: Biodiversität fördern durch die Wiederherstellung feuchter und nasser Wälder. (Leitfaden zur Förderung der Biodiversität, Report No.: 2025-01). Synthesezentrum Biodiversität, Eawag.
Gattlen N. & Klaus G. 2023: Biodiversité en Suisse. État et évolution. Office fédéral de l’environnement (OFEV).
Gattlen N. & Klaus G. 2023: Biodiversität in der Schweiz. Zustand und Entwicklung. Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Süsswassermollusken. Ein Bestimmungsschlüssel für die Muscheln und Schnecken im Süsswasser der Bundesrepublik Deutschland
Glöer P. 2017: Süsswassermollusken. Ein Bestimmungsschlüssel für die Muscheln und Schnecken im Süsswasser der Bundesrepublik Deutschland. [15. korrigierte Auflage]. DJN. ISBN 978-3-923376-02-5

En Suisse, 101 (41%) des 249 espèces de mollusques évaluées sont considérées comme menacées selon les critères de l’UICN. 40 espèces (16%) sont classées comme potentiellement menacées. Plus précisément, 40% des 181 gastéropodes terrestres ainsi que 43% des 68 gastéropodes aquatiques et bivalves évalués affichent un statut de menace. Les menaces les plus fortes pèsent sur les espèces des zones humides, des sources, des prairies sèches et des milieux de transition.

Rüetschi J., Stucki P., Müller P., Vicentini H., Claude F. 2012: Liste rouge Mollusques (gastéropodes et bivalves). Espèces menacées en Suisse, état 2010. Office fédéral de l’environnement, Berne, et Centre suisse de cartographie de la faune, Neuchâtel. L’environnement pratique n° 1216. 148 p.

In der Schweiz werden 101 (41%) der 249 bewerteten Weichtierarten gemäss den IUCN-Kriterien als gefährdet eingestuft. 40 Arten (16%) werden als potenziell gefährdet geführt. Dabei gelten 40% der 181 Landschnecken sowie 43% der 68 Wasserschnecken und Muscheln als bedroht. Am stärksten betroffen sind Arten der Feuchtgebiete sowie der Quellen, der Trockenwiesen und der Übergangsgebiete. Für das Überleben mehrerer der vom Aussterben bedrohten oder der stark bedrohten Arten trägt die Schweiz eine grosse Verantwortung, da sie lokalendemisch in der Schweiz vorkommen.

Rüetschi J., Stucki P., Müller P., Vicentini H., Claude F. 2012: Rote Liste Weichtiere (Schnecken und Muscheln). Gefährdete Arten der Schweiz, Stand 2010. Bundesamt für Umwelt, Bern, und Schweizer Zentrum für die Kartografie der Fauna, Neuenbu. Umwelt-Vollzug Nr. 1216. 148 S.

101 specie ovvero il 41% delle 249 specie di molluschi analizzate in Svizzera sono considerate minacciate. Secondo i criteri UICN il 40% delle 181 specie di Gasteropodi terrestri e il 43% delle 68 specie di Gasteropodi acquatici e Bivalvi della Svizzera figurano nella Lista Rossa. Un ulteriore 16% (40 specie) è inoltre potenzialmente minacciato. Le maggiori minacce incombono sulle specie delle praterie umide, delle sorgenti, dei prati secchi e degli ambienti di transizione.

Rüetschi J., Stucki P., Müller P., Vicentini H., Claude F. 2012: Lista Rossa Molluschi (Gasteropodi e Bivalvi). Specie minacciate della Svizzera, stato 2010. Ufficio federale dell’ambiente, Berna, e Centro Svizzero di Cartografia della Fauna (CSCF), Neuchâtel. Pratica ambientale n. 1216. 148 pagg.
Die Schneckenfauna der Schweiz
Boschi C. 2011: Die Schneckenfauna der Schweiz. Ein umfassendes Bild- und Bestimmungsbuch. Haupt. 624 S. ISBN 978-3-258-07697-3.
Hausser J. 2005: Clé de détermination des gastéropodes de Suisse - Bestimmungsschlüssel der
Gastropoden der Schweiz. Fauna Helvetica 10, version pdf, info fauna CSCF & SEG, Neuchâtel.

Die Bachmuschel (Unio crassus Philipsson) gehört zur Familie der Unionidae (dt. Najaden), die in der Schweiz die Fluss- (Unio spp.) und Teichmuscheln (Anodonta spp.) umfasst. Ihre Fortpflanzung und Ausbreitung hängt direkt vom Vorhandensein ihrer Wirtsfische ab. Die Bachmuschel war einst die häufigste und am weitesten verbreitete der vier Unio-Arten der Schweiz (TURNER et al. 1998). Sie besiedelte früher fast alle Gewässer des Mittellandes vom Genfer- bis zum Bodensee, teilweise den Jura und auch die Voralpentäler. Die kleinen Bäche und Gräben waren ihre Hauptlebensräume.

Vicentini H. 2004: Aktionsplan Bachmuschel (Unio crassus). Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Natur, Fachstelle Naturschutz, Zürich.
Duelli et al. 1994: Listes rouges des espèces animales menacées de Suisse. OFEV, Berne.
Duelli et al. 1994: Rote Listen der gefährdeten Tierarten der Schweiz. BUWAL, Bern.
Duelli et al. 1994: Lista rossa degli animali minacciati in Svizzera. UFAFP, Berna.